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Modeglossar

Samt – für Looks, die freche Akzente setzen

Erstmals aufgetreten ist Samt im Jahre 1578 in Persien, wo er allerdings in erster Linie zur Raumgestaltung verwendet wurde. Um 1644 kam der Stoff dann nach China und fand später seinen Einzug in Europa. Hier wurde er zum Hauptgewebe der Renaissance.Das Grundgewebe für die Herstellung von Samt ist entweder leinen- oder köperbindig. Früher wurde Samt aus reiner Seide hergestellt, da dies jedoch zu kostenintensiv ist, gibt es heute fast nur noch Samt aus Baumwollsamt oder Chemieseide. In das Grundgewebe wird ein Schuss- oder Kettfaden eingearbeitet, sodass Polnoppen bzw. Flottierungen entstehen, aus denen nach dem Aufschneiden der charakteristische Faserflor entsteht. Gegenüber Velours oder Plüsch ist Samt mit 2-3 mm Länge sehr kurz und dadurch auch etwas härter. Bei der Pflege des Samtstoffes ist darauf zu achten, dass er in aller Regel nicht in der Waschmaschine gewaschen werden darf. Empfohlen wird eine Handwäsche oder aber die chemische Reinigung. Ist der Stoff nass, sollte er nicht zusammengelegt werden, da sonst bleibende Falten entstehen. Das Bügeln sollte von links mit wenig Druckausübung geschehen.Eigenschaften und DesignSamt ist aufgrund seiner Stärke und Beschaffenheit vornehmlich in den Herbst- und Winterkollektionen zu finden. Es ist ein sanfter, edler und gemütlicher Stoff. Pannesamt, der durch Flachbügeln oder -pressen entsteht, ist zudem leicht glänzend und wirkt daher sehr edel. Genutzt wird das Material in erster Linie in der Damenoberbekleidung für Blazer, Blusen oder T-Shirts. Aber auch wunderschöne Accessoires, Schals oder Röcke aus Samt sind ein echter Blickfang.Samt ist ein feudaler Stoff, der sich bestens für Ihre Herbst- und Wintergarderobe eignet und durch seine besondere Beschaffenheit mehr Textur in ein Outfit bringen kann. Entdecken auch Sie diesen einzigartigen Stoff und kreieren Sie anspruchsvolle Looks.